Nachdem wir ein passendes Grundstück gefunden hatten, begannen wir mit der Suche nach einem geeigneten Hausbauunternehmen.
Dabei stellte sich uns zunächst die grundlegende Frage: Wie wollen wir bauen? Soll es ein Massivhaus oder ein Fertighaus in Ständerbauweise aus Holz werden?
Beide Bauweisen bieten Vor- und Nachteile. Insbesondere Fertighäuser haben sich in den letzten zwanzig Jahren deutlich weiterentwickelt und überzeugen heute mit hoher Qualität.
Nach intensiven Recherchen und langer Überlegung haben wir uns schließlich für den Massivbau entschieden. Dies gibt uns die Möglichkeit, bis zum letzten Moment flexibel auf unsere Wünsche bei der Raumgestaltung einzugehen, da bei einem Haus in Holzständerbauweise bereits im Vorfeld jedes Detail, wie z.B. die Lage der Steckdosen, feststehen muss und somit schon gefertigt angeliefert wird.
Unsere Reise zu den verschiedenen Bauunternehmen startete Mitte März 2025 und erstreckte sich bis Ende Mai 2025.
Unser aller erster Kontakt
Unser allererster Kontakt war mit Massa Haus. Das Unternehmen warb unter anderem mit einem sogenannten Grundstücksservice und behauptete, bereits zahlreiche Grundstücke im Portfolio zu führen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir selbst noch kein passendes Grundstück gefunden.
Schnell stellte sich jedoch heraus, dass Massa Haus in diesem Punkt falsche Versprechungen machte. Statt bereits verfügbare Grundstücke zu bieten, versuchte das Unternehmen, Interessenten zu Vertragsabschlüssen zu bewegen, um anschließend auf dem freien Markt nach Grundstücken zu suchen. Ein Vorgehen, das wir als wenig transparent empfanden und das nicht unseren Vorstellungen entsprach.
Zusätzlich überzeugte uns Massa Haus auch durch die im Internet auffindbaren Erfahrungsberichte anderer Bauherren nicht – insgesamt blieb unser Eindruck eher verhalten.
Die Sondierung des Marktes
Nun begann unsere eigentliche Suche nach dem richtigen Hausbauunternehmen. Wer sich einmal näher damit beschäftigt, merkt schnell: Es gibt unzählige Anbieter auf dem Markt – von großen Unternehmen mit beeindruckenden Musterhausparks und Hochglanzkatalogen bis hin zu kleinen Firmen, die einem die Grundrisse noch auf CD zuschicken (das ist wirklich kein Witz!). Manche scheinen gefühlt noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen zu sein.
Letztendlich wollten wir uns jedoch für ein mittelständisches Hausbauunternehmen entscheiden. Uns war es wichtig, dass wir nicht bloß eine Nummer in einer Kartei sind und dass uns der Berater nicht einfach das Blaue vom Himmel verspricht. Außerdem hatten wir das Gefühl, dass man bei den großen Hausbaufirmen mit ihren aufwendigen Musterhausparks und Hochglanzkatalogen letztlich auch deren Marketing mitbezahlt.
So blieben wir nach und nach bei einigen Firmen aus Berlin und Brandenburg hängen.
Doch wie geht man eine solche Suche überhaupt an?
Unser Ansatz war simpel: Google Maps nutzen, um zu sehen, wo die verschiedenen Baufirmen ihren Sitz haben, und anschließend im Internet nach Erfahrungsberichten über die jeweiligen Unternehmen suchen.
Richter Haus
Nach der enttäuschenden Erfahrung mit Massa Haus stießen wir recht schnell auf Richter Haus. Nach einem kurzen Vorgespräch per Telefon bekamen wir umgehend einen Termin am Firmensitz in Teltow-Fläming.
Das Team von Richter Haus wirkte äußerst sympathisch, ging auf unsere individuellen Wünsche ein und erstellte uns ein sehr attraktives erstes Angebot. Besonders überzeugte uns die Flexibilität bei der Anpassung des Grundrisses.
Im weiteren Verlauf führten wir noch einige Gespräche mit Richter Haus per Teams. Als es schließlich zur Entscheidung kam, stand Richter Haus noch unter den Top 3, fiel dann aber aus dem Rennen – vor allem, weil die Baupartnerfirmen häufig wechselten und keine feste Stammbesetzung erkennbar war. Das entsprach nicht unserem Wunsch nach Verlässlichkeit und Kontinuität.
Hansen Bau GmbH aus Altentreptow
Das war eine schnelle Entscheidung. Die Baufirma wurde zwar in mehreren Hausbauforen positiv erwähnt, war jedoch bis Ende 2026 komplett ausgebucht. Damit fiel sie aus der näheren Auswahl, und wir wandten uns der nächsten Firma zu.
Massivhaus Birkenwerder
Wie der Name schon verrät, stammt dieser Hausbauanbieter aus Birkenwerder. Der erste Termin vor Ort verlief sehr angenehm und hinterließ einen sympathischen Eindruck. Für eine erste Kostenschätzung sollten wir unsere Wünsche – zum Beispiel zur Größe, Fensterauswahl und zu besonderen Extras – mitteilen. Zusätzlich war eine individuelle, zweistündige Grundrissplanung vorgesehen, um unser Traumhaus maßgeschneidert zu gestalten.
Da wir jedoch kein Designobjekt, sondern ein praktisch nutzbares Eigenheim bevorzugen und die Kosten für uns eine wichtige Rolle spielen, fiel auch Massivhaus Birkenwerder schließlich aus unserer Auswahl heraus
Falkenhaus
Falkenhaus stammt aus Falkensee und hinterließ bei uns einen sehr sympathischen ersten Eindruck. Das Unternehmen baut schon seit vielen Jahren in und um Falkensee und ist damit sehr lokal verwurzelt. Auch der erste Termin vor Ort verlief äußerst angenehm und bestärkte unseren positiven Eindruck.
Für das Gespräch hatten wir unsere Wünsche im Vorfeld vorbereitet und übersandt, sodass wir uns schnell ein sehr gutes Bild von der Arbeitsweise und der Kompetenz von Falkenhaus machen konnten. Die Kostenschätzung erhielten wir zeitnah nach dem ersten Treffen.
Wir gingen sogar in eine zweite Runde und besichtigten zwei Baustellen von Falkenhaus – darunter auch ein Haus, dessen Grundriss in etwa unseren Vorstellungen entsprach. Die Baustelle war sehr ordentlich geführt, und der Verantwortliche von Falkenhaus wirkte offen, ehrlich und sympathisch.
Falkenhaus stand für uns in den Top 2, doch letztlich entschieden wir uns gegen die Firma. Der Grund: Der Aufpreis für eine Klinkerfassade lag bei über 15 % des gesamten Hauspreises – ein Punkt, der für uns ausschlaggebend war.
Die Entscheidung
Klinkerhaus
Klinkerhaus aus Bernau hat sich, wie der Name schon sagt, auf Klinkerfassaden spezialisiert. Bis wir auf diese Baufirma gestoßen sind, lag unser Fokus ausschließlich auf verputzten Außenwänden. Nie hätten wir gedacht, dass wir uns am Ende für ein Klinkerhaus entscheiden würden – schließlich wirkt Klinker auf viele noch immer ein wenig angestaubt.
Doch Klinker bietet zahlreiche Vorteile gegenüber Putz, insbesondere in Sachen Wartung. Während verputzte Wände regelmäßig gestrichen oder saniert werden müssen, ist Klinker nahezu wartungsfrei und behält über Jahrzehnte hinweg sein ansprechendes Aussehen, ohne dass nach 15 bis 20 Jahren eine Renovierung fällig wird.
Klinkerhaus hatte genau den Grundriss im Angebot, den wir uns immer gewünscht hatten: Die perfekte Anzahl an Zimmern und eine funktionale, auf unsere Bedürfnisse abgestimmte Raumaufteilung. Unser erster Termin fand direkt in Bernau statt, wo wir den Geschäftsführer kennenlernten. Obwohl er nicht mehr dem jüngsten Jahrgang angehörte, war er technisch auf dem neuesten Stand und hörte sich unsere Wünsche aufmerksam an.
Die Planung bei Klinkerhaus gestaltete sich zwar nicht ganz einfach, doch durch unsere vorherigen Erfahrungen mit anderen Firmen wussten wir genau, was wir wollten, und konnten unsere Vorstellungen klar kommunizieren. Wir hatten im Anschluss noch zwei weitere Termine bei Klinkerhaus.
Nachdem wir beim letzten Termin eine Baustelle besichtigt hatten, war für uns die Entscheidung klar: Wir entschieden uns für Klinkerhaus. Ausschlaggebend waren das faire Preis-Leistungs-Verhältnis und die große Transparenz, mit der das Unternehmen über seine Leistungen und die im Bau enthaltenen Leistungen informierte. Besonders geschätzt haben wir den persönlichen Service und die Offenheit, die zu unseren Präferenzen bei mittelgroßen Hausbauern in Berlin und Brandenburg passten.















