Die Suche nach dem Grundstück

Die Suche nach dem Grundstück gestaltete sich leider nicht gerade leicht. Denn unsere Kriterien waren einige:

  • Im Umland von Berlin
  • Gut erreichbar mit dem ÖPVN vom Hauptbahnhof
  • Ruhig
  • Sonnig, bzw. hell
  • Nicht zu teuer
  • Nicht zu viele Deutschlandflaggen
  • Einkaufsmöglichkeiten ohne Auto erreichbar

Also machten wir uns aus Jux und Tollerei am 27.02.2025 das erste Mal auf Grundstückssuche. Dazu haben wir uns in verschiedensten Orten um, aber auch in Berlin umgeschaut.

Das erste Grundstück inkl. Hausbau

Dabei fiel uns zuerst ein Unternehmen auf, welches ein Grundstück inkl. Haus in Falkensee anbot. Noch an der Ostsee, im Urlaub, haben wir das Hausbauunternhemen angeschrieben. Wir bekamen erste Infos, wie das Haus aussehen könnte, aber auch wie und wo das Grundstück liegt.

Leider erwies sich das Grundstück als nicht optimal, denn es lag sehr schattig mit vielen Bäumen. Auch war das Haus selbst aufgrund einer Bauflucht vorgegeben, mittig auf dem Grundstück zu platzieren, wodurch man sehr wenig Gartenfläche gehabt hätte.

Die weitere Grundstückssuche

Im weiteren Verlauf von Anfang März haben wir ca. 15 weitere Grundstücke angesehen. Diese befanden sich vorallem in Falkensee, worauf wir uns mittlerweile schon ziemlich fokussiert hatten. Wieso? Falkensee ist super angebunden an Berlin, man ist in 15min am Zoologischen Garten und 5min später am Hauptbahnhof und es ist eine eher junge Stadt, in die zur Zeit viele jüngere Familien mit Kindern ziehen.

Neben Falkensee gab es auch Dallgow-Döberitz zur Auswahl, welches direkt an Falkensee grenzt.

Die Suche nach DEM Grundstück ist nicht einfach gewesen. Jedes Grundstück hatte dann doch einen Nachteil, sei es die Anbindung (weiter Weg von der Bahn), die Bepflanzung, sodass viel Schatten vorhanden ist, die Nachbarschaft oder aber die Lautstärke, denn durch Falkensee fahren viele ICEs und Fernzüge, sodass man diese oftmals hört. Auch waren viele Grundstücke an vielbefahrenen Straßen.

Das „perfekte“ Grundstück

Das zweite Grundstück, welches wir besichtigt haben, war eigentlich auf den ersten Blick perfekt.

Kurz vor der Besichtigung rief uns jedoch die Maklerin an und meinte, dass es die Tage zuvor einen Rohrbruch gegeben habe, sodass das vorhandene Fachwerkhaus aus dem Jahr 1928 einen Wasserschaden hatte – es gab wohl ein Rohrbruch im ersten OG und der komplette Keller war geflutet.

Die erste Besichtigung

Wir beschlossen am 05.03.2025 dennoch das Grundstück zu besichtigen, da wir an dem Tag sowieso noch weitere Besichtigungen geplant hatten. Und was sollen wir sagen – Es war wie in einem Film. Die Familien nebenan spielte gerade mit ihrem Kind und dem Kind einer Freundin auf einer Picknick Decke, die Nachmittagssonne schien und tauchte das gesamte Grundstück in goldfarbenes Licht. Die Bäume wippten leicht von links nach rechts. Es war einfach perfekt, es war weitläufig. Man hatte das Gefühl hier ist man zu Hause. Ein weitläufiger Blick, der nicht verbaut werden kann.

Uns war klar, dass man nicht einfach ein Grundstück findet, das ein match ist. Es gibt Personen, die jahrelang auf der Grundstückssuche sind.

Der Wehrmutstropfen

Wie immer gibt es auch ein aber bei allem im Leben. Das Haus musste abgerissen werden, welches mittlerweile die doppelten Abrisskosten betrugen, als die von der Maklerin anfangs angegeben wurden. Dies war anfangs für uns ein No-Go, da wir uns ein Budgetlimit gesetzt haben. Also ging es weiter auf die Suche, aber es kam kein anderes Grundstück an dieses heran.

Die zweite Besichtigung & das Kennenlernen

Da das Grundstück einer Erbengemeinschaft gehört, wollte diese uns kennenlernen. Aufgrund der hohen Abrisskosten, welches inkl. dem Grundstückskauf deutlich unser geplantes Budget sprengte, hätten wir fast die zweite Besichtigung abgesagt. Wir haben schon mit der Erbengemeinschaft telefoniert, um das Treffen abzusagen, aber irgendwie haben wir das dann doch nicht übers Herz gebracht und entschlossen uns trotzdem auf das Grundstück zu fahren und uns mit der Erbengemeinschaft zu treffen.

Und dies war eine super Entscheidung, denn das Treffen war sehr sehr schön und sympathisch. Wir haben uns ca. 2 Stunden mit der Erbengemeinschaft und der Nichte, die nebenan auf dem Grundstück wohnt unterhalten. Und wann hat man schon mal die Chance die zukünftigen Nachbarn kennenzulernen bei einer Grundstückbesichtigung? Das hatten wir bis auf hier nie. Und es war einfach eins ehr sympathisches, nettes Treffen und wir hatten das Gefühl, dass es hier auf allen Ebenen auf menschlich ein „match“ ist.

Der (fast) Abschluss

Wir waren bzw sind weiterhin verliebt in dieses Grundstück. Und wir wollten es unbedingt haben, so gingen wir an die Verhandlungen und haben uns auf einen Preis geeinigt.
Auch wenn uns das Grundstück uns noch nicht gehört, fühlt es sich so an, als wäre es schon so. Ende Mai/Anfang Juni wird es dann hoffentlich so weit sein, dass es uns tatsächlich gehören wird und wir unser zukünftiges Zuhause haben werden. 🙂

das sind wir

ihr kennt uns voraussichtlich alle. Wir wollen aus dem hektischen, dreckigen Berlin ausziehen und in schönere, ruhigere Gefilde ziehen.